Bio Suisse: Verzögerte Markteinführung bei Migros hat finanzielle Folgen

Gemäss einer Mitteilung von «Foodaktuell» gibt es bei der Migros Verzögerungen mit der Einführung der Bio-Knospe. Dies bringt Bio Suisse nun in eine problematische Lage, denn sie hat zwar bereits Aufwand, jedoch noch keine Lizenzeinnahmen und muss deshalb sparen. 

Migros und Bio Suisse haben im Frühjahr 2022 ihre Partnerschaft bekanntgegeben. Die Einführung der Bio-Knospe war eigentlich für Herbst 2022 geplant, jedoch kann dieser Zeitpunkt nicht eingehalten werden. Der «verzögerte Markteintritt von Migros mit der Bio-Suisse-Knospe», wie der Verband in einer Mitteilung zur Delegiertenversammlung vom Mittwoch schreibt, stellt Bio Suisse nun vor ein finanziell herausforderndes Jahr (Foodaktuell 22.11.2022). Dies, da die Lizenzierung der Migrosprodukte bereits heute Aufwand bereiten, die Einnahmen der lizenzierten Produkte jedoch erst zu einem späteren Aufwand fliessen werden. 

So wurden erste Sparmassnahmen bereits dieses Jahr umgesetzt, auch nächstes Jahr soll weiter gespart werden, beispielsweise bei der Fernsehwerbung. Wie Foodaktuell schreibt, präsentiere man bei Bio Suisse damit für das Budget 2023 eine schwarze Null.

Diese Verzögerungen führten an der Bio-Suisse-Delegiertenversammlung teilweise zu Ungemach bei einzelnen Delegierten. Jedoch wiegelte die Bio-Suisse-Leitung ab und sprach von der Migros als «guten Partner». Ebenso hätte die Migros das «gute, partnerschaftliche Verhältnis» mit der Bio Suisse bekräftigt, so Foodaktuell. Als Gründe für die Verzögerungen nennt die Migros unter anderem die Klärung von Vertragsdetails sowie die herausfordernde operative Umsetzung.

Wann die Bio-Knospe definitiv bei der Migros umgesetzt wird, wird sich zeigen. 

Titelbild

© Bio Suisse

Foodaktuell/SZOW

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