Landwirtschaft: Wieder mehr Lernende

Nach einem Einbruch der Lernendenzahlen im Berufsfeld Landwirtschaft im Schuljahr 2019/20 erholen sich die Zahlen dieses Jahr wieder. Trotz der Covid-19-Situation steigt die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 9 % resp. 306 Lernende.

Total sind derzeit fast 3550 Personen in einer Ausbildung im Berufsfeld Landwirtschaft. Die überwiegende Mehrheit (knapp 90 %) lässt sich zum Landwirt oder zur Landwirtin ausbilden, die restlichen 10 % verteilen sich auf die Spezialberufe Weinbau, Obstbau, Gemüse und Geflügel. Je nach Beruf schwanken die Lernendenzahlen von Jahr zu Jahr erheblich. Die Situation im Bereich Weinbau und Kellertechnik präsentiert sich während der letzten Jahre uneinheitlich. Nach einem Tief 2019 erfreut sich der Winzerberuf heuer einer grösseren Beliebtheit (Steigerung 14 %). Dasselbe Bild zeigt sich auch bei den Weintechnologen (Steigerung 20 %). Die Lage bei den Obstfachleuten ist heterogen. Zwar begannen auch hier wieder mehr Lernende ihre Ausbildung, aber das Niveau der Jahre 2013 bis 2018 kann bei Weitem nicht erreicht werden.

 

 


Vielseitig, abwechslungsreich, selbstständig und zukunftsträchtig

Die positive Entwicklung ist erfreulich. Die Landwirtschaft bietet spannende und vielfältige Ausbildungen an. Die Digitalisierung und die Automatisierung schreiten fort, die Bereiche Klima, Tier- und Umweltschutz stellen neue Herausforderungen dar und eine Produktion mit möglichst wenig Pflanzenschutzmitteln ist gefragt. Für all diese Herausforderungen braucht die Branche genügend gut ausgebildete Berufsleute mit den richtigen Kompetenzen. Die Bildungspläne werden darum alle fünf Jahre revidiert. Naturnahe Produktion sowie agrarpolitische, betriebswirtschaftliche und verkaufsorientierte Aspekte erhalten eine immer grössere Bedeutung.


Motivierende Ausgangslage

Die Auszubildenden arbeiten in und mit der Natur, mit Pflanzen und Tieren, aber auch mit moderner Technik. Der Umgang mit Tieren und Maschinen bedeutet, früh viel Verantwortung im Lehrbetrieb zu übernehmen. Die Zukunftsaussichten sind gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten zahlreich. Auch für Lernende ohne familieneigenen Betrieb sind die Chancen gut, später selbstständig einen Betrieb zu führen.

 

 


Lebenslanges Lernen

Im Bereich des Agrarsektors stehen viele Wege offen. Mit einer Weiterbildung zur Berufs- und Meisterprüfung oder einer Höheren Fachschule mit den Abschlüssen Agro-Kauffrau/-mann, Agro-TechnikerIn und WeinbautechnikerIn lassen sich die Fachkenntnisse aus der Grundbildung mit betriebswirtschaftlichem Know-how und unternehmerischem Wissen ergänzen. Auch in der Landwirtschaft und ihren Berufen gilt die Leitlinie des lebenslangen Lernens.

ODA AGRIALIFORM

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