Zürcher Obstverband plant Reorganisation

Der Zürcher Obstverband plant eine umfassende Reorganisation. Damit sollen einfachere und fachspezifische Strukturen geschaffen werden. Die Mitglieder der Sektion Süssmoster sind an ihrer Hauptversammlung entsprechend informiert worden.

In den vergangenen zwanzig Jahren haben sich mit Blick auf die Mitgliederbasis die Strukturen im Zürcher Obstverband vollständig verändert. So hat sich die Zahl der Mitglieder von 800 im Jahr 2002 auf 380 reduziert. Unter seinem Dach sind aktuell sieben Bezirks-Sektionen (Hauptverein), sowie die Sektion «Erwerbs-Obst- und Beerenproduzenten» und die «Süssmostervereinigung» organisiert. Die beiden Sektionen «Beeren» und «Obst» wurden vor einigen Jahren zusammengelegt, da viele Mitglieder in beiden Sektionen aktiv waren. Jede der beiden Sektionen wie auch der Hauptverein wird von einem eigenen Vorstand geführt und verfügt über eine eigenständige Rechnung. Sie ziehen zudem selbst Mitgliederbeiträge ein und führen entsprechend auch ihre Hauptversammlungen durch. Dieser Mehraufwand steht veränderten und eher sinkenden Mitgliederstrukturen gegenüber, indem viele eine Doppel- oder gar Dreifachmitgliedschaft haben. Entsprechend drängt sich nun eine Anpassung der Strukturen und eine Reorganisation des gesamten Verbandes auf. 

Ein erster Entwurf für die Reorganisation des Zürcher Obstverbands vom November 2021 wurde den Mitgliedern der Sektion Süssmoster durch den Bereichsleiter für Spezialkulturen, David Szalatnay, vorgestellt. Aktuell sind in dieser Sektion ebenfalls bei rückläufiger Tendenz etwas mehr als 100 Mitglieder organisiert. Neu wird das Dach des Zürcher Obstverbands die verschiedenen Fachgruppen und -bereiche abdecken. Der Vorstand wird neben Präsident und Aktuar neu aus den Fachgruppenpräsidenten und -bereichsleitern gebildet. Die einzelnen Fachbereiche für Beeren, Kern- und Steinobst sowie Süssmost wiederum bilden eigene kleine Kommissionen, in der auch die Fachstelle Obst mit ihren Beratern ihren Einsitz hat. 


Einfachere Strukturen

«Mit der Reorganisationen verfolgen wir zwei Ziele: einfachere Strukturen und für alle klar festgelegte Zuständigkeiten», führte David Szalatnay aus. Auch soll sich der administrative Aufwand durch das Wegfallen von getrennten Vereinsrechnungen und Generalversammlungen massiv reduzieren. «Der Zürcher Obstverband soll mit seinen Tätigkeiten gegen aussen besser wahrgenommen werden», führte Szalatnay anlässlich seiner Präsentation aus. 


Operative Tätigkeit


Der Verband möchte bereits 2022 innerhalb der neuen Strukturen operativ tätig sein. Die Überarbeitung der Statuten und die definitive Ausgestaltung der neuen Vereinsstrukturen benötigen allerdings Zeit, weshalb diese erst an der Generalversammlung des Zürcher Obstverbands im Januar 2023 zur Genehmigung vorgelegt werden können. Die Süssmoster werden voraussichtlich an der GV 2022 ihre Sektion auflösen und die notwendigen Beschlüsse fassen.

Titelbild

David Szalatnay stellte den Mitgliedern der Sektion Süssmoster vom Zürcher Obstverband die geplante Reorganisation des Verbands vor. (© R. Müller)

Roland Müller

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